Kategorie: Allgemein

Blaubeer-Haferflocken-Smoothie

Wie die Zeit vergeht… Jetzt ist schon wieder Mai! Dabei waren doch gerade noch Frühlingsferien. Die letzten Tage im April haben wir im Südtirol in den Bergen hoch über Bozen verbracht. Drei Tage waren wir im Hotel Cyprianerhof und haben den tollen Wellnessbereich und die wunderbare Natur genossen.

Natürlich kamen wir auch kulinarisch voll auf unsere Kosten. Geblieben ist aber ein eigentlich total einfacher Smoothie mit Blaubeeren und Haferflocken. Manchmal sind die einfachen Dinge doch die Besten. Mein Mann hat diesen Smoothie als trinkbares Birchermüesli im Glas bezeichnet und so sehr gemocht, dass ich diesen zu Hause nachgemacht habe.

Zutaten für 2 grosse Gläser:

  • 1 cup Blaubeeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 1/2 cup Haferflocken
  • 1,5 – 2 cups Mandelmilch (ungesüsst)
  • 3 EL Mandel-Sojajoghurt von Provamel; alternativ geht auch Sojajoghurt oder Naturejoghurt
  • 1 – 2 EL Ahornsirup zum Süssen

So geht’s:

Falls frische Blaubeeren verwendet werden, diese zuerst waschen.
Anschliessend alle Zutaten in einen Highspeed-Blender geben und mixen.
Ich starte jeweils mit 1,5 Cups Mandelmilch und 1 EL Ahornsirup. Je nach Konsistenz füge ich dann noch Mandelmilch hinzu. Je nachdem wie süss die Beeren sind, füge ich noch etwas mehr Ahornsirup hinzu.
In Gläser giessen und am besten sofort geniessen!

Bärlauch-Pesto

Hallo Hallo!

Der Frühling ist da! Am Morgen beim Aufstehen zwitschern die Vögel, die Sonne blinzelt durchs Fenster und im Garten spriesst und grünt es. Und am Wegrand meiner Joggingstrecke wuchert der Bärlauch. Heute morgen schnappte ich mir eine Tüte und eine Schere und ging Bärlauch pflücken. Warum etwas auf dem Markt oder im Laden kaufen, wenn ich es praktisch vor der Haustüre selber pflücken kann?!

Hier das Rezept für ein leckeres, einfaches und veganes Bärlauch-Pesto.

Du brauchst:

  • 40 g frischer Bärlauch
  • 20 g Pinienkerne
  • 40 g Kürbiskerne
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 10 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Hefeflocken (optional)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So geht’s:

  1. Bärlauch gut waschen und trocken schleudern
  2. Den Saft aus der halben Zitrone auspressen
  3. Alle Zutaten mit dem Mörser oder mit dem Mixer zerkleinern.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und optional auch noch Olivenöl hinzufügen.
  5. Ich bewahre das Pesto in einem Glas mit Schraubverschluss im Kühlschrank auf.

Apfel-Birnen-Tarte

Long time no see…

Bitte entschuldigt die lange Abwesenheit. Seit dem letzten Post liegen wunderschöne Flitterwochen und auch schon wieder vier sehr beschäftigte Arbeitswochen hinter mir. Und obwohl ich in dieser Zeit natürlich nicht aufs Kochen und Backen verzichtet habe, hatte ich einfach keine Zeit neue Rezepte auszuprobieren, aufzuschreiben und zu fotografieren.


Aber heute habe ich es wieder einmal geschafft. Obwohl wir hier in Zürich die vergangenen Tage wunderschönes, mildes Frühlingswetter hatten, zeigt sich der heutige Samstag grau, trübe und regnerisch. Zeit für Soulfood! Was gibt es schöneres, als wenn die Wohnung mit dem Duft von frisch Gebackenem gefüllt wird?! Da ich gerne regional und saisonal einkaufe und es zur Zeit ausser Äpfel und Birnen kaum frische Schweizer Früchte gibt, entschied ich mich für eine simple Apfel-Birnen-Tarte, welche bei uns auch „Wähe“ genannt wird.

Zutaten:

  • 1 (Bio) Blätterteig, rechteckig ausgewallt, 42 x 26 cm
  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 4 Birnen (Gute Luise)
  • 2 Äpfel (Braeburn)
  • 3 dl Mandelmilch (oder andere pflanzliche Milch
  • 35 g Vanillecrèmepulver zum Kochen (vegan)
  • 30 g Kokosblütenzucker
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 TL Vanille gemahlen
  • 2-3 EL Quittengelée

So geht’s:
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Währenddessen den Blätterteig auspacken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Blätterteig mit den gemahlenen Mandeln bestreuen. Dabei ringsum ein Rand von etwas 3 cm freilassen.
Äpfel und Birnen waschen, von Kerngehäuse befreien und in Spalten schneiden. Den Blätterteig gleichmässig mit den Apfel- und Birnenspalten belegen. Auch dabei den Rand von 3 cm freilassen.
Den Teigrand ringsum umklappen, so dass der Rand erhöht ist und später den Guss am Auslaufen hindert.
In einer Schüssel die Mandelmilch, Vanillecrèmepulver, Kokosblütenzucker, Ahornsirup und Vanille mit einem Schwingbesen gut verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Den Guss vorsichtig über die Apfel-Birnen-Tarte giessen.
Die Tarte in den vorgeheizten Ofen schieben und für 40 Minuten backen.
Solange die Tarte noch warm ist den Quittengelée vorsichtig mit einem Backpinsel darauf verstreichen.
Auskühlen lassen und geniessen!

Zitronen-Joghurtwaffeln

Es ist Sonntag und obwohl es draussen immer noch ziemlich kalt ist, scheint endlich wieder die Sonne. Nach tagelangem dichtem Nebel, hatte ich ein wenig Sonnenschein bitter nötig. Lustigerweise habe ich bei Sonnenschein und blauem Himmel oft Lust auf erfrischende, spritzige Lebensmittel, auch wenn die Temperaturen im Minusbereich liegen.
Wie dem auch sei, es gibt doch nicht viel Schöneres als an einem Sonntag etwas zu backen. Und um das Erfrischende miteinzubeziehen, gab es Zitronen-Joghurtwaffeln.

Zutaten:

  • 70 g Vollkornmehl
  • 150 g Halbweissmehl
  • 100 g Kokosblütenzucker
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Zitrone: Schalenabrieb sowie den Saft
  • 1 TL Zitronenaroma (optional, sorgt aber für ein noch intensiveres Zitronenaroma)
  • 100 ml Mandelmilch (ein anderer Pflanzendrink geht auch)
  • 100 g Sojajoghurt (ungesüsst)
  • 1 EL Olivenöl
  • 50 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Margarine, (vegane) Butter, Kokosöl zum Einfetten des Waffeleisens

So geht’s:

In einer Schüssel alle trockenen Zutaten vermischen. Danach alle feuchten Zutaten ohne die Margarine dazugeben und mit einem Löffel zu einem dickflüssigen Teig rühren, solange bis sich alle Klümpchen gelöst haben. Den Teig 10-20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Waffeleisen aufheizen und einfetten. Die Waffeln gemäss Anleitung des Waffeleisens backen. Die fertigen Waffeln bei 100°C im Backofen bis zum Servieren warmhalten.

Ich habe meine Waffeln mit einem Klecks Sojajoghurt und Ahornsirup serviert. Dazu gab es einen Salat aus Kaki und Himbeeren. Lecker!

Banana Bread – oil and refined sugar free

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Als Kind mochte ich keine Bananen. Überhaupt gar nicht! Ich hasste sie und weigerte mich, welche zu essen. Ich behauptete, dass mir sogar vom Geruch von Bananen übel werde. Als ich dann Mitte zwanzig ein halbes Jahr durch Südostasien reiste und es an gewissen entlegenen Orten einfach nur Bananen und Reis zu essen gab, gab ich mich irgendwann geschlagen. Ich wagte mich zuerst nur an die kleinen Bananen, die es bei uns so gut wie nie zu kaufen gibt. Und siehe da, sie schmeckten gar nicht mal so schlecht. Später ass ich auch dir grossen „normalen“ Bananen. Heute gehören sie zu meinem Speisezettel dazu und ich kann mir ein Leben ohne „Nana ice cream“ kaum mehr vorstellen. Manchmal passiert es mir aber doch, dass meine Bananen sehr reif und braun und fleckig werden. Dann mag ich sie auch heute nicht mehr. Aber eigentlich kann mir fast nichts besseres passieren. Denn diese nicht so schön anzuschauenden Bananen eignen sich hervorragend dazu, um Bananenbrot zu backen.

Gammeln bei dir in der Küche auch ein paar überreife Bananen rum? Worauf wartest du noch? An die Töpfe, fertig los! Back dir ein Bananenbrot.

Zutaten:

Feuchte Zutaten:

  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 EL Apfelessig
  • 1/2 cup Kokosblütenzucker
  • 3/4 cup Pflanzendrink ungesüsst (Reis-, Mandel, Sojadrink etc.)
  • 4 reife Bananen zu Mus zerdrückt

Trockene Zutaten:

  • 1 cup Hafermehl (Haferflocken in der Küchenmaschine zu Mehl gemahlen)
  • 1 cup Buchweizenmehl (gekauft oder selber in der Küchenmaschine gemahlen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Handvoll Schokoladenwürfel (vegan)
  • 1 Handvoll Kakonibs
  • 1 Handvoll Kokosflocken zum Bestreuen (optional)

So geht’s:

Heize deinen Ofen auf 180°C Umluft vor.

Vermische in einer grossen Schüssel alle feuchten Zutaten miteinander. Es macht nichts, wenn noch ein paar Bananenstückchen in der Mischung zu sehen sind.

Gib alle trockenen Zutaten in dieselbe Schüssel, in welcher du bereits die feuchten Zutaten vermischt hast. Die trockenen Zutaten sollten oben auf liegen. Wenn alle trockenen Zutaten in der Schüssel sind, vermenge die feuchten und die trockenen Zutaten zügig miteinander.

Fülle nun den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform. Gebe bei Bedarf die Kokosraspeln oben drüber.

Backe dein Bananenbrot für 40 – 50 Minuten im Ofen. Mache die Stäbchenprobe, um zu sehen, ob dein Bananenbrot schon fertig ist oder nicht. Steche dazu mit einem Holzspiess oder einer Stricknadel in die dickste Stelle des Cakes. Kommt der Spiess sauber wieder raus, ohne dass Teig daran kleben bleibt, dann ist dein Kuchen gar.

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Ich bestreiche mein Bananenbrot gerne mit Tahini. Lecker! Auch Mandelmus oder Erdnussbutter kann man probieren. Mjam.

Cashew Caramel Shortbread

Hier kommt das Rezept zu meinen liebsten (Weihnachts-) Keksen. Krümeliges, buttriges Shortbread, süss-schmelzendes Karamell, knusprige Cashewkerne, süss-herbe, dunkle Schokolade und eine Prise Salz. Wer kann da schon widerstehen. Ich mag diese Kekse so gerne, dass ich die nicht nur zu Weihnachten backe, sondern immer dann, wenn ich gerade mal Lust darauf habe. Leider beinhaltet dieses Rezept Karamell. Ich liebe es, aber Zucker karamellisieren ist bei mir immer mit Risiken verbunden. Ich habe schon schwarze, verbrannte Töpfe entsorgen müssen, meine Familie beinahe mit Rauch vergiftet und dabei auch noch den Feuermelder ausgelöst, den ih ewig nicht mehr ausschalten konnte. Naja, die Mühe ist es auf jeden Fall wert.

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Zutaten: (ergibt etwa 36 Stück)

Für den Shortbread-Boden:

  • 150 g (vegane) Butter
  • 55 g Zucker
  • 150 g Weissmehl oder Halbweissmehl
  • 1 Prise Salz

Für die Karamell-Cashew Schicht

  • 170 g Zucker
  • 100 ml Kokosmilch
  • 3 EL (vegane) Butter oder Kokosöl
  • 1 TL Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Cashewkerne

Für die Schokolade

  • 50 g dunkle Schokolade gehackt
  • 1 EL Kokosöl oder Kakaobutter

So geht’s:

Eine quadratische Backform (20 x 20 cm) mit Backpapier einfetten und mit Backpapier auskleiden. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Für das Shortbread die Butter würfeln. Dann alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig auf dem Boden der Springform gleichmässig ausstreichen und 20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit in einem Topf den Zucker karamellisieren lassen. Sobald der Zucker flüssig und goldbraun ist, die Kokosmilch dazugeben. Die Karamellmischung bei geringer bis mittlerer Hitze unter Rühren wieder verflüssigen solange bis sich die Zuckerstückchen wieder aufgelöst haben. Butter, Salz und Vanille dazugeben und gut verrühren. Die Cashewkerne im Schuss dazugeben und in die Masse einrühren. Die Karamellmasse auf das vorgebackene Shortbread gießen und gleichmässig verteilen. Weitere 15 – 20 Minuten im Ofen backen.

In der Springform gut auskühlen lassen.
Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und das Öl einrühren. Die flüssige Schokolade in einen Tiefkühlbeutel füllen. Bei diesem eine kleine Ecke abschneiden. So kann die Schokolade in einem feinen Strahl über die fertigen gebackenen, noch nicht zugeschnittenen Kekse verteilt werden.

Wenn die Kekse und die Schokolade komplett ausgekühlt sind, in kleine Quadrate schneiden und in einer Keksdose luftdicht verschlossen lagern.

Geniessen!

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Mein erstes Sauerteigbrot! Und so könnt ihr’s nachmachen.

Ich bin schon lange um Sauerteig herumgeschlichen. Aber lange habe ich mich nicht an ihn herangetraut. Zu aufwändig und zu zeitintensiv, habe ich mir gedacht. Nun ja, der Sauerteig braucht Zeit, aber mehr passive Wartezeit. Zu tun hast du damit nicht wirklich viel. Zwischendurch ein wenig füttern, umrühren und zum Schluss kneten. Das war’s schon.

Sauerteigrezepte und Anleitungen gibt es im Internet wie Sand am Meer. Ich habe mich durch Etliche durchgelesen. Am übersichtlichsten fand ich die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Ylva von Der Klang von Zuckerwatte. Also habe ich damit begonnen mein Anstellgut nach ihrer Anleitung zu züchten. Naja, zumindest so ungefähr nach Rezept. Ich wäre ja nicht ich, wenn ich Anleitungen genauestens befolgen würde.
Ylva hat mit Roggenmehl gearbeitet. Das hatte ich aber gerade nicht zur Hand. Bei mir wurde also aus einem Roggenbrot ein Brot aus Weizenmehlgemisch. Ich habe mit Halbweissmehl und Ruchmehl gearbeitet.

Zutaten:

  • 465 g Halbweissmehl & 5 EL
  • 200g Ruchmehl
  • Wasser
  • 1 EL Salz

Zudem brauchst du:

  • Ein Einmachglas (ich arbeite mit einem Weckglas)
  • Gärkörbchen
  • Gusseisentopf mit Deckel (meiner ist von Le Creuset)
  • Küchenmaschine zum Kneten (z.B. Kitchen Aid) Von Hand geht’s auch, ist aber sicherlich anstrengender.

So geht’s:

Anstellgut

Tag 1: Achte darauf, dass dein Einmachglas sehr sauber und frei von Waschmittelrückständen ist.
Gib nun 1 EL Halbweissmehl und 2 EL handwarmes Wasser in dein Einmachglas und verrühre beide Zutaten gut miteinander. Nun habe ich den Deckel und die Gummidichtung meines Weckglases lose, ohne die Klammern zu benutzen, auf das Glas gesetzt und an einen Platz gestellt, wo es gemütlich warm und ruhig ist. Das war’s schon für den ersten Tag.

Tag 2: Dein Anstellgut hat Hunger. Füttere es mit einem weiteren EL Halbweissmehl und 2 EL handwarmen Wasser. Verrühren und wieder lose abgedeckt zurück an seinen Platz stellen.

Tag 3: Mein Gemisch hat nun erste Blasen geschlagen. Zudem riecht es meiner Meinung nach nach Schweissfüssen und Hefe. Ein, hmmm, sagen wir mal interessanter Duft. Solange sich aber kein Schimmel bildet und nichts faulig riecht, ist alles in Ordnung. Das muss so. Wir füttern unser Anstellgut mit einem weiteren EL Halbweissmehl und 2 EL Wasser. Abdecken und warten.

Tag 4: Das Gemisch lebt und blubbert fröhlich vor sich hin. Es kann sein, dass sich das Mehl ein bisschen abgesetzt hat und unten liegt, während das Wasser oben aufschwimmt. Nicht weiter schlimm. Verrühren und mit einem weiteren EL Halbweissmehl und 2 EL Wasser füttern. Abdecken und Geduld haben.

Tag 5: So, fast hast du es geschafft. Der Teig ist gewachsen und sollte immer noch blubbern. Heute gibt es nur noch
1 EL Halbweissmehl. Verrühren und nochmals abgedeckt stehenlassen.

Tag 6: Du hast es geschafft. Dein Anstellgut ist fertig und kann nun verwendet werden. Falls du gerade keine Zeit zum Backen hast, lagerst du dein Anstellgut bis zu seiner Verwendung zugedeckt im Kühlschrank. Ich habe mein Weckglas zur Lagerung im Kühlschrank richtig mit Klammern und Gummidichtung verschlossen.

Das Brot

Bist du nun bereit mit deinem Anstellgut das erste Brot zu backen? Legen wir los!

Stelle eine Schüssel bereit. Ich nehme am liebsten meine Schüssel mit dem passenden Deckel, da der Teig später zugedeckt ruhen muss. So spare ich an unnötigem Müll.
In deiner Schüssel verrührst du mit einem Löffel:

  • 20 g von deinem Anstellgut
  • 200 g Halbweissmehl
  • 200 ml Wasser

Deckel auf die Schüssel und bei Zimmertemperatur ungefähr 20 Stunden ruhen lassen.
Et voilà, dein Sauerteig ist geboren!

Damit dir dein Anstellgut nie mehr ausgeht, kannst du vom Sauerteig ein EL wegnehmen und in dein Anstellgut einrühren. Das Anstellgut reicht nun wieder für mindestens ein neues Brot und kommt zurück in den Kühlschrank bis zum nächsten Einsatz.

Nach 20 Stunden Geduldsprobe geht es weiter mit deinem Brot.
Gebe zu deinem Sauerteig weitere

  • 265 g Halbweissmehl
  • 200 g Ruchmehl
  • 1 EL Salz
  • 230 ml Wasser.

Der Teig ist nun klebrig und irgendwie zäh. Ich lasse also meine KitchenAid die Arbeit machen und knete den Teig für etwa 10 Minuten in der Maschine bis eine geschmeidige Teigkugel entsteht. Schüssel abdecken und Teig für 45 Minuten ruhen lassen.

Nach 45 Minuten knetest du deinen Teig erneut durch, deckst ihn wieder ab und gönnst ihm weitere 45 Minuten Ruhe.

Nun wird es Zeit dein Gärkörbchen einzumehlen. Meines ist rund und ich habe es hier gekauft. Forme deinen Teig zu einer Kugel, gebe ihn in dein Gärkörbchen und decke das Ganze wieder zu. Du brauchst nun weitere 45 Minuten Geduld.

Etwa 15 Minuten vor Ablauf der letzten Gehzeit heize ich meinen Ofen sowie den Gusseisentopf auf. Dazu den Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen und den Gusseisentopf in den Ofen schieben, damit dieser ebenfalls schon heiss ist.

Sind die 45 Minuten im Ruhezeit im Gärkörbchen um und sind dein Ofen sowie der Gusseisentopf heiss? Gut!
Gebe deinen Teig in den Gusseisentopf (vorsichtig, sehr heiss!) und setzte den Deckel drauf. Der Topf kommt zusammen mit seinem wertvollen Inhalt schnell zurück in den Ofen. Setze deinen Timer auf 30 Minuten. Nach 30 Minuten erst nimmst du den Deckel des Topfes ab und bäckst dein Brot im Topf ohne Deckel für weitere 10 Minuten. So wird die Krume schön goldbraun und knusprig.

Nun brauchst du ein letztes Mal Geduld. Brot sollte vor dem Anschneiden auskühlen. Aber wer kann schon dem unwiderstehlichen Duft widerstehen?

Guten Appetit!

Sauerteig

Homemade Mezze

Ich liebe Essen aus dem arabischen Raum – ob libanesisch, marokkanisch, türkisch, und und und, ich nehme alles. Und das Beste daran sind die Mezze. Ich mag das sehr, dass man sich diverse kleine Speisen bestellen kann und dann von allem ein bisschen probieren kann. Hier in Zürich gehe ich am liebsten ins libanesische Moudis Bar und Restaurant. Abgesehen davon, dass das Essen super lecker ist, ist auch das Team unkompliziert und nett und die Stimmung und Atmosphäre locker und entspannt. Mein liebstes Gericht dort ist Mujaddara. Der Einfachheit halber (ich kann’s nicht aussprechen!) nennen meine Schwester und ich es einfach „Matsch Matsch“. Mujaddara ist eigentlich ein sehr simples Gericht. Linsen, Reis, Zwiebeln und Gewürze. Trotz seiner Einfachheit liebe ich es. Und was könnte dazu besser schmecken als mein liebstes Gemüse?! Auberginen, im Ofen geröstet und dazu ein Joghurt-Tahini Dil. Yummy!

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Zutaten:

Mujaddara:

  • 3/4 cup braune Linsen
  • 1 cup Vollkornreis (über Nacht eingeweicht)
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • Röstzwiebeln nach Bedarf

Ofengeröstete Auberginen:

  • 1 Aubergine
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Zatar (orientalische Gewürzmischung zum Beispiel von hier)
  • Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und Kreuzkümmel zum Abschmecken

Joghurt-Tahini-Dip:

  • 1 Becher Sojajoghurt Natur ohne Zucker
  • 1 EL Tahini
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Dattel- oder Ahornsirup
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So geht’s:

Mujaddara:
Vollkornreis über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Einweichwasser wegschütten und den Reis abbrausen. Den Reis und die Linsen zusammen in einen Topf geben und mit vier Becher Wasser auffüllen. Das Wasser zum Kochen bringen, dann leicht salzen und die Hitze reduzieren. Den Reis und die Linsen unter gelegentlichem Umrühren zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen bis das Wasser aufgesogen wurde. Das hat bei mir knapp 40 Minuten gedauert.
In der Zwischenzeit eine Zwiebel kleinschneiden und zur Seite stellen. Wenn die Reis-Linsenmischung gar ist, die kleingehackte Zwiebel in einer Bratpfanne im Olivenöl langsam glasig braten. Dann die Reis-Linsemischung zugeben und alles gut verrühren. Mit Kreuzkümmel, Salz, Paprika und Pfeffer würzen und abschmecken. Zum Servieren in eine Schale umfüllen und mit Röstzwiebeln bestreuen.

Geröstete Auberginen:
Den Backofen auf 220°C vorheizen. Aubergine gut waschen und in gleichmässig grosse Würfel schneiden. In einer Auflaufform mit Olivenöl beträufeln. Mit Zatar, Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und Kreuzkümmel würzen. Auberginenwürfel gut in der Auflaufform vermengen, so dass die Würfel gleichmässig mit Olivenöl und Gewürzen überzogen sind. Für etwa 30 Minuten im Ofen backen. Zwischendurch Auberginenwürfel wenden.

Joghurt-Tahini-Dip:
Während die Auberginenwürfel im Ofen rösten, kann der Dip angerührt werden. Dazu einfach alle Zutaten gut miteinander verrühren, abschmecken und zum durchziehen und den Kühlschrank stellen bis der Rest fertig ist.

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Herbstliche Apple Crumble Bars

Heute gibt’s Apple Crumble auf die Hand. Durch die Streusel obendrauf sind sie zwar etwas krümelig, aber durchaus auch unterwegs ohne Gabel und Löffel verzehrbar.
Die Apfelfüllung lässt sich je nach Saison anpassen. Im Sommer machen sich verschiedene Beeren sicher sehr gut. Auch Aprikosen oder Pfirsiche passen sicherlich. Oder wie wär’s jetzt im Herbst mit Birnen anstatt mit Äpfeln. Nehmt, was immer ihr gerade zur Hand habt.

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Zutaten:
für eine Form von 20 x 20 cm

Für den Boden und die Streusel:

  • 150 g feinblättrige Haferflocken
  • 100 g Halbweissmehl
  • 100 g Rohrzucker
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Margarine
  • 50 g Kokosnussöl

Für die Füllung:

  • 350 g geschälte Apfelwürfel/ Scheiben (etwa 4 Äpfel)
  • 2 EL Quittengelée
  • 4 EL Apfelmus
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL Kokosblütenzucker (optional, je nach Süsse der Äpfel)

So geht’s:

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen. Eine quadratische Springform (20 x 20cm) mit Backpapier auslegen oder einfetten.

In einer grossen Schüssel alle trockenen Zutaten vermischen. Die Margarine in Flocken sowie das Kokosöl in Raumtemperatur dazugeben. Mit den Händen alles zu einem Teig formen. Die Masse sollte nicht zu krümelig sein und zusammenhalten.
Etwa 2/3 des Teigs auf dem Boden der Springform ausstreichen und gut festdrücken. Den Boden etwa 10-15 Minuten im Ofen backen bis die Ecken eine braune Farbe angenommen haben.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und würfeln. Die übrigen Zutaten der Füllung mit den Apfelwürfeln verrühren.

Die Füllung auf den warmen Boden geben und gleichmässig verteilen. Darauf den restlichen Teig in Streusel gezupft verteilen. Ich habe zusätzlich für den extra Crunch noch eine Handvoll Granola mit Nüssen und Kernen darüber gegeben.

Für weitere 25-30 Minuten im Ofen backen, solange bis die Füllung blubbert und die Streusel goldbraun sind.
Komplett auskühlen lassen und erst dann in Stücke schneiden.
Die Apple Crumble Bars lassen sich gut für 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

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Himbeer Mandel Tarte

Beim Einkaufen ist Mandelmasse in meinem Korb gelandet. Anfangs wusste ich nicht genau, was ich damit machen sollte. Doch irgendwann schwebte mir eine Tarte mit mürben Boden vor. Die Mandelmasse sollte man rausschmecken können und doch sollte das Ganze nicht zu süss und zu schwer werden. Also gab’s dazu süsssaure Himbeeren umgeben von einem Vanilleguss. Perfekt!
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Zutaten:

Für den Mürbeteig:
150 g Halbweissmehl
1/2 TL Salz
20 g Zucker
70 g Margarine

Für die Füllung:
150 g Mandelmasse
250 g gefrorene Himbeeren (nicht aufgetaut)

Für den Vanilleguss:
25 g Vanillepuddingpulver zum Kochen
30 g Zucker
1 EL Vanilleextrakt
200 ml Mandelmilch

So geht’s:
In einer grossen Schüssel das Mehl mit dem Salz und dem Zucker vermengen. Die Margarine in Flocken dazugeben. Die Zutaten mit 4 EL eiskaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie gehüllt für eine Stunde im Kühlschrank kühl stellen.

In der Zwischenzeit die Tarteform (36 x 13 cm) am Rand einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
Den Mürbeteig rechteckig auswallen und damit die Tarteform auskleiden. Die Mandelmasse darauf verstreichen. Dies geht am besten mit angefeuchteten Fingern, da die Masse sonst überall festklebt.
Anschliessend die Himbeeren darauf verteilen.

Den Backofen auf 180° C Umluft vorheizen.

In einer kleinen Schüssel sämtliche Zutaten für den Vanilleguss miteinander verrühren, solange bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Den Guss gleichmässig über die Mandelmasse und die Himbeeren giessen.

Die Tarte in den Ofen schieben und 30 – 40 Minuten backen, solange bis der Guss festgeworden ist und der Mürbeteig eine goldbraune Farbe angenommen hat.

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