Kategorie: Allgemein

Mmmmh, Bagels!

Ich liebe Bagels! Mein Mann liebt sie. Die ganze Familie mag sie wirklich gerne! Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und traue mich zu sagen: Jeder mag Bagels!

Bagels gehören für mich zu einem New York Besuch einfach dazu. Aber nach New York komme ich leider nicht allzu oft. Und ich mag Bagels viel zu gerne, um sie nur in New York zu essen. Vor Jahren habe ich das erste Mal selber welche gebacken. In meiner Erinnerung war die Herstellung ziemlich aufwändig und das Resultat ein bisschen trocken. Daher habe ich zwischendurch Aufback-Bagels gekauft, die natürlich nicht mit einem echten New Yorker Bagel zu vergleichen sind. Aber besser als gar keine Bagels sind sie allemal.

Nun, Jahre später, mit mehr Backerfahrung und einem viel besseren Ofen, habe ich mich aber nochmals an die Herstellung gewagt und siehe da, sie sind gelungen. Ich habe mich dabei am Rezept von Christine orientiert, aber wie immer ein paar Änderungen vorgenommen.

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Zutaten:

  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 500 g Halbweissmehl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 EL Salz
  • ca. 250 ml Wasser
  • 3 EL geschmacksneutrale Öl oder Margarine geschmolzen
  • Wer will: Samen, Kerne, Nüsse, Kräuter oder Käse zum Bestreuen

So geht’s:

  1. Alle Zutaten bis und mit Öl in einer Schüssel miteinander vermengen. So lange kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. ist der Teig zu feucht, gib noch ein bisschen Mehl dazu, ist es zu trocken, nimm noch ein bisschen Wasser.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und diesen zugedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten ruhen lassen.
  3. Der Teig sollte sich nun etwa in seiner Grösse verdoppelt haben. Nun den Teig zu zehn gleich grossen Kugeln formen und nochmals 15 Minuten ruhen lassen.
  4. In der Zwischenzeit kannst du einen grossen Topf Salzwasser zum Sieden bringen. Wenn du einen herkömmlichen Backofen besitzt, würde ich diesen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
    Ich besitze einen Kombi-Steamer von VZug. Mit der Funktion „Profi Backen“ muss der Ofen nicht vorgeheizt werden, sondern das Backgut kann direkt eingeschoben werden, das Gerät übernimmt die restliche Arbeit und reguliert die Temperatur und Feuchtigkeit von alleine.
  5. Nachdem die Teigkugeln 15 Minuten gegangen sind, mit den Fingern in der Mitte der Kugeln ein Loch formen.
  6. Dann die Bagels für zwei Minuten ins siedende Salzwasser geben. Nach einer Minute die Bagels wenden. Nicht alle Bagels aufs Mal in den Topf geben. Sie gehen im Wasser noch etwas auf, dann wird es zu eng. Lieber in Etappen arbeiten.
  7. Die Bagels aus dem Wasser nehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  8. Wer will kann nun die noch feuchten Bagels mit Samen, Körnern, Nüssen, etc. bestreuen. Ich habe die Hälfte mit Sesamsamen bestreut, die anderen habe ich „plain“ gelassen, wie der Amerikaner so schön sagt.
  9. Die Bagels im Ofen etwa 20-25 Minuten backen. Falls die Bagels im herkömmlichen Ofen gebacken werden, lohnt es sich eine feuerfeste Schale mit ein bisschen Wasser gefüllt in den Ofen zu stellen. So wird während des Backvorgangs Feuchtigkeit abgegeben und die Bagels trocknen nicht so schnell aus. Allenfalls muss auch nach etwa 10 Minuten Backzeit die Backofentemperatur auf 200°C runtergeschaltet werden.

Quitten-Gelée

Ich mag den Herbst mit all seinen Farben und den tollen Früchten. Und als eine liebe Kollegin mir passend zur Saison fast zwei Kilogramm Quitten geschenkt hat, wusste ich sofort, was ich damit machen wollte.

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Meine Familie liebt Quitten-Gelée. Ein angebrochenes Glas im Kühlschrank ist schneller leer, als man „Quitten-Gelée“ sagen kann. Nun ist der Vorrat wieder aufgestockt.

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Zutaten:
ca. 2 Kilogramm reife Quitten
2:1 Gelierzucker
1 TL Bourbon Vanille gemahlen

So geht’s:

Quitten gut waschen und mit dem Daumen oder einem Lappen den Flaum abreiben.
Die Quitten je nach Grösse ungeschält mit Kerngehäuse vierteln oder achteln und in eine Pfanne geben.
Die Quitten knapp mit Wasser bedecken und etwa 45 Minuten garen. Die Frachtstücke sollten nun weich sein.
Die  Quitten in der Pfanne mit dem Wasser zugedeckt für mindestens 24 Stunden stehen lassen.
Die Quitten-Wasser-Masse durch ein Tuch filtern.
Nun hast du deinen Quittensaft. Messen, wie viel Saft du erhalten hast. Nun kann die Gelierzuckermenge berechnet werden. Ich arbeite immer mit 2:1 Gelierzucker. Dann brauchst du 2 Teile Saft oder Obst und nur einen Teil Zucker. Damit sparst du im Vergleich zum herkömmlichen Gelierzucker eine ganze Menge an Zucker ein.
Den Quittensaft mit dem Gelierzucker und der Vanille in einem Topf aufkochen. Auf der Packungsbeilage meines Gelierzuckers stand, dass man die Masse nur eine Minute kochen lassen müsse. Daran habe ich mich gehalten. Unbedingt aber an die Angaben des Herstellers halten.
Anschliessend den Gelée in heiss ausgespülte Gläser füllen und sofort verschliessen.

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Chocolate Chip Cookies

Ich mag keine Kuhmilch. Bei der Riesenauswahl an pflanzlichen Alternativen ist das heute auch überhaupt kein Problem mehr. Aber am allerbesten schmeckt mir die selbst gemachte Mandelmilch. Die ist ganz leicht herzustellen. Wenn ihr Interesse habt, poste ich auch gerne das Rezept dazu. Der einzige Nachteil beim Herstellen von Mandelmilch ist, dass am Ende immer diese „Mandelpulpe“ übrig bleibt. Die „Mandelpulpe“ erinnert sehr an gemahlene Mandeln, aber einfach leicht feucht. Mich reut es alles einfach wegzuschmeissen. Also habe ich ein Chocolate Chip Cookie Rezept entwickelt, in dem ich meine Mandelmilch-Überreste verwerten kann.

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Zutaten:

1 1/2 cups gemahlene Mandeln oder eben „Mandelpulpe“
1 cup Halbweissmehl
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1 EL Vanilleextrakt
1/2 cup Kokosblütenzucker
1/2 cup Kokosnuss-Öl
1/4 cup Mandelmilch oder andere Pflanzenmilch
1 cup Schokowürfel

So geht’s:

Alle trockenen Zutaten, ausser den Schokowürfel in einer Schüssel vermengen.
In einer kleineren Schüssel die feuchten Zutaten mischen.
Nun die feuchten Zutaten unter die Trockenen heben. Nur solange mischen bis alle trockenen Zutaten feucht sind und sich ein Teig geformt hat. Zum Schluss die Schokowürfel unterheben.

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Aus dem Teig mit den Händen Kugeln formen. Meine hatten circa 3 cm Durchmesser und aufs Backblech legen. Genügend Abstand zwischen den Cookies lassen, da sie beim Backen zerlaufen. Ich habe zwei Bleche gebraucht. Falls du nur ein Blech hast, dann backe lieber in zwei Fuhren.
Ungefähr für 15 Minuten backen bis die Cookies an den Rändern gebräunt sind.
Gut auskühlen lassen. Geniessen!

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Grissini mit Kräutern oder eine Erinnerung an Florida

Im August waren mein Mann und ich für drei Wochen in Florida. Es war nicht unser erster Besuch dieses Bundesstaates und so liessen wir die Sehenswürdigkeiten links liegen und konzentrierten uns vorallem auf Eines: Auf das Entspannen an den wunderschönen Stränden!

Ich bin ein grosser Fan von Floridas wunderschöner Natur. Nur das Amerikanische Essen sagt mir nicht so zu. Natürlich mag ich einen leckeren, gut gemachten Veggie-Burger, aber nach dem dritten in Folge reicht es mir meistens. Daher haben wir uns oft in unserem Appartement selbst verpflegt oder direkt am Strand oder in einem Park gepicknickt. Beim Einkaufen der Lebensmittel hatten wir die Qual der Wahl und ich konnte von der riesigen Auswahl in den „Whole Foods Markets“ nicht genug kriegen. Was bei fast jedem Einkauf mitdurfte, waren die Rosmarin Meersalz Grissini und der Zitronen-Hummus. Die Grissini waren so gut, dass sie sich einfach so knabbern liessen. Noch besser schmeckten sie mir persönlich aber in den Zitronen-Hummus gedippt. Am aller Besten waren die beiden Dinge natürlich in Kombination mit einem eiskalten Glas Weisswein mit Sicht aufs Meer.

Hier in der Schweiz ist es seit einigen Tagen ungemütlich kalt und regnerisch. Kein Wunder, dass ich mich nach Wärme und Sonne sehne. Um die Ferienerinnerung wieder aufleben zu lassen, habe ich mich heute also an Kräuter Grissini versucht.

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Zutaten für circa 50 Stück:

  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 1 1/2 TL Salz (ich habe Herbamare von A. Vogel verwendet)
  • 300 g Halbweissmehl
  • 2 EL sehr fein gehackter Rosmarin oder andere (getrocknete) Kräuter
  • 3 EL Basilkum-Olivenöl (kann auch durch Olivenöl ersetzt werden)

So geht’s:

In einer Schüssel zuerst alle trockenen Zutaten vermischen. Dann eine Kuhle formen und das Wasser und das Öl hineingeben. Zu einem elastischen Teig kneten. Ist der Teig zu feucht, füge noch ein wenig Mehl hinzu, ist er zu trocken, gebe Wasser dazu. Ist der Teig elastisch, zu einer Kugel formen und abgedeckt so lange ruhen lassen bis er sich in der Grösse in etwa verdoppelt hat. Bei mir hat das etwa 45 Minuten gedauert.

Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig in etwa 50 gleichgrosse Stücke unterteilen. Jedes Teigstück zwischen den Handflächen zu einem Grissini rollen bis es die gewünschte Dicke erreicht hat. Die fertigen Grissini auf das Backblech legen. Zwischen den einzelnen Grissini ein wenig Abstand lassen. Sie können beim Backen leicht aufgehen. Je nach Ofen 10-15 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Rausnehmen und gut abkühlen lassen. Geniessen! Oder in einer luftdichten Dose verpacken. Achtung, vorher komplett auskühlen lassen, sonst verlieren die Grissinis ihre Knusprigkeit.

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