Schlagwort: Vegetarisch

Blaubeer-Haferflocken-Smoothie

Wie die Zeit vergeht… Jetzt ist schon wieder Mai! Dabei waren doch gerade noch Frühlingsferien. Die letzten Tage im April haben wir im Südtirol in den Bergen hoch über Bozen verbracht. Drei Tage waren wir im Hotel Cyprianerhof und haben den tollen Wellnessbereich und die wunderbare Natur genossen.

Natürlich kamen wir auch kulinarisch voll auf unsere Kosten. Geblieben ist aber ein eigentlich total einfacher Smoothie mit Blaubeeren und Haferflocken. Manchmal sind die einfachen Dinge doch die Besten. Mein Mann hat diesen Smoothie als trinkbares Birchermüesli im Glas bezeichnet und so sehr gemocht, dass ich diesen zu Hause nachgemacht habe.

Zutaten für 2 grosse Gläser:

  • 1 cup Blaubeeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 1/2 cup Haferflocken
  • 1,5 – 2 cups Mandelmilch (ungesüsst)
  • 3 EL Mandel-Sojajoghurt von Provamel; alternativ geht auch Sojajoghurt oder Naturejoghurt
  • 1 – 2 EL Ahornsirup zum Süssen

So geht’s:

Falls frische Blaubeeren verwendet werden, diese zuerst waschen.
Anschliessend alle Zutaten in einen Highspeed-Blender geben und mixen.
Ich starte jeweils mit 1,5 Cups Mandelmilch und 1 EL Ahornsirup. Je nach Konsistenz füge ich dann noch Mandelmilch hinzu. Je nachdem wie süss die Beeren sind, füge ich noch etwas mehr Ahornsirup hinzu.
In Gläser giessen und am besten sofort geniessen!

Bärlauch-Pesto

Hallo Hallo!

Der Frühling ist da! Am Morgen beim Aufstehen zwitschern die Vögel, die Sonne blinzelt durchs Fenster und im Garten spriesst und grünt es. Und am Wegrand meiner Joggingstrecke wuchert der Bärlauch. Heute morgen schnappte ich mir eine Tüte und eine Schere und ging Bärlauch pflücken. Warum etwas auf dem Markt oder im Laden kaufen, wenn ich es praktisch vor der Haustüre selber pflücken kann?!

Hier das Rezept für ein leckeres, einfaches und veganes Bärlauch-Pesto.

Du brauchst:

  • 40 g frischer Bärlauch
  • 20 g Pinienkerne
  • 40 g Kürbiskerne
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 10 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Hefeflocken (optional)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So geht’s:

  1. Bärlauch gut waschen und trocken schleudern
  2. Den Saft aus der halben Zitrone auspressen
  3. Alle Zutaten mit dem Mörser oder mit dem Mixer zerkleinern.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und optional auch noch Olivenöl hinzufügen.
  5. Ich bewahre das Pesto in einem Glas mit Schraubverschluss im Kühlschrank auf.

Apfel-Birnen-Tarte

Long time no see…

Bitte entschuldigt die lange Abwesenheit. Seit dem letzten Post liegen wunderschöne Flitterwochen und auch schon wieder vier sehr beschäftigte Arbeitswochen hinter mir. Und obwohl ich in dieser Zeit natürlich nicht aufs Kochen und Backen verzichtet habe, hatte ich einfach keine Zeit neue Rezepte auszuprobieren, aufzuschreiben und zu fotografieren.


Aber heute habe ich es wieder einmal geschafft. Obwohl wir hier in Zürich die vergangenen Tage wunderschönes, mildes Frühlingswetter hatten, zeigt sich der heutige Samstag grau, trübe und regnerisch. Zeit für Soulfood! Was gibt es schöneres, als wenn die Wohnung mit dem Duft von frisch Gebackenem gefüllt wird?! Da ich gerne regional und saisonal einkaufe und es zur Zeit ausser Äpfel und Birnen kaum frische Schweizer Früchte gibt, entschied ich mich für eine simple Apfel-Birnen-Tarte, welche bei uns auch „Wähe“ genannt wird.

Zutaten:

  • 1 (Bio) Blätterteig, rechteckig ausgewallt, 42 x 26 cm
  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 4 Birnen (Gute Luise)
  • 2 Äpfel (Braeburn)
  • 3 dl Mandelmilch (oder andere pflanzliche Milch
  • 35 g Vanillecrèmepulver zum Kochen (vegan)
  • 30 g Kokosblütenzucker
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 TL Vanille gemahlen
  • 2-3 EL Quittengelée

So geht’s:
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Währenddessen den Blätterteig auspacken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Blätterteig mit den gemahlenen Mandeln bestreuen. Dabei ringsum ein Rand von etwas 3 cm freilassen.
Äpfel und Birnen waschen, von Kerngehäuse befreien und in Spalten schneiden. Den Blätterteig gleichmässig mit den Apfel- und Birnenspalten belegen. Auch dabei den Rand von 3 cm freilassen.
Den Teigrand ringsum umklappen, so dass der Rand erhöht ist und später den Guss am Auslaufen hindert.
In einer Schüssel die Mandelmilch, Vanillecrèmepulver, Kokosblütenzucker, Ahornsirup und Vanille mit einem Schwingbesen gut verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Den Guss vorsichtig über die Apfel-Birnen-Tarte giessen.
Die Tarte in den vorgeheizten Ofen schieben und für 40 Minuten backen.
Solange die Tarte noch warm ist den Quittengelée vorsichtig mit einem Backpinsel darauf verstreichen.
Auskühlen lassen und geniessen!

Zitronen-Joghurtwaffeln

Es ist Sonntag und obwohl es draussen immer noch ziemlich kalt ist, scheint endlich wieder die Sonne. Nach tagelangem dichtem Nebel, hatte ich ein wenig Sonnenschein bitter nötig. Lustigerweise habe ich bei Sonnenschein und blauem Himmel oft Lust auf erfrischende, spritzige Lebensmittel, auch wenn die Temperaturen im Minusbereich liegen.
Wie dem auch sei, es gibt doch nicht viel Schöneres als an einem Sonntag etwas zu backen. Und um das Erfrischende miteinzubeziehen, gab es Zitronen-Joghurtwaffeln.

Zutaten:

  • 70 g Vollkornmehl
  • 150 g Halbweissmehl
  • 100 g Kokosblütenzucker
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Zitrone: Schalenabrieb sowie den Saft
  • 1 TL Zitronenaroma (optional, sorgt aber für ein noch intensiveres Zitronenaroma)
  • 100 ml Mandelmilch (ein anderer Pflanzendrink geht auch)
  • 100 g Sojajoghurt (ungesüsst)
  • 1 EL Olivenöl
  • 50 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Margarine, (vegane) Butter, Kokosöl zum Einfetten des Waffeleisens

So geht’s:

In einer Schüssel alle trockenen Zutaten vermischen. Danach alle feuchten Zutaten ohne die Margarine dazugeben und mit einem Löffel zu einem dickflüssigen Teig rühren, solange bis sich alle Klümpchen gelöst haben. Den Teig 10-20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Waffeleisen aufheizen und einfetten. Die Waffeln gemäss Anleitung des Waffeleisens backen. Die fertigen Waffeln bei 100°C im Backofen bis zum Servieren warmhalten.

Ich habe meine Waffeln mit einem Klecks Sojajoghurt und Ahornsirup serviert. Dazu gab es einen Salat aus Kaki und Himbeeren. Lecker!

Banana Bread – oil and refined sugar free

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Als Kind mochte ich keine Bananen. Überhaupt gar nicht! Ich hasste sie und weigerte mich, welche zu essen. Ich behauptete, dass mir sogar vom Geruch von Bananen übel werde. Als ich dann Mitte zwanzig ein halbes Jahr durch Südostasien reiste und es an gewissen entlegenen Orten einfach nur Bananen und Reis zu essen gab, gab ich mich irgendwann geschlagen. Ich wagte mich zuerst nur an die kleinen Bananen, die es bei uns so gut wie nie zu kaufen gibt. Und siehe da, sie schmeckten gar nicht mal so schlecht. Später ass ich auch dir grossen „normalen“ Bananen. Heute gehören sie zu meinem Speisezettel dazu und ich kann mir ein Leben ohne „Nana ice cream“ kaum mehr vorstellen. Manchmal passiert es mir aber doch, dass meine Bananen sehr reif und braun und fleckig werden. Dann mag ich sie auch heute nicht mehr. Aber eigentlich kann mir fast nichts besseres passieren. Denn diese nicht so schön anzuschauenden Bananen eignen sich hervorragend dazu, um Bananenbrot zu backen.

Gammeln bei dir in der Küche auch ein paar überreife Bananen rum? Worauf wartest du noch? An die Töpfe, fertig los! Back dir ein Bananenbrot.

Zutaten:

Feuchte Zutaten:

  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 EL Apfelessig
  • 1/2 cup Kokosblütenzucker
  • 3/4 cup Pflanzendrink ungesüsst (Reis-, Mandel, Sojadrink etc.)
  • 4 reife Bananen zu Mus zerdrückt

Trockene Zutaten:

  • 1 cup Hafermehl (Haferflocken in der Küchenmaschine zu Mehl gemahlen)
  • 1 cup Buchweizenmehl (gekauft oder selber in der Küchenmaschine gemahlen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Handvoll Schokoladenwürfel (vegan)
  • 1 Handvoll Kakonibs
  • 1 Handvoll Kokosflocken zum Bestreuen (optional)

So geht’s:

Heize deinen Ofen auf 180°C Umluft vor.

Vermische in einer grossen Schüssel alle feuchten Zutaten miteinander. Es macht nichts, wenn noch ein paar Bananenstückchen in der Mischung zu sehen sind.

Gib alle trockenen Zutaten in dieselbe Schüssel, in welcher du bereits die feuchten Zutaten vermischt hast. Die trockenen Zutaten sollten oben auf liegen. Wenn alle trockenen Zutaten in der Schüssel sind, vermenge die feuchten und die trockenen Zutaten zügig miteinander.

Fülle nun den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform. Gebe bei Bedarf die Kokosraspeln oben drüber.

Backe dein Bananenbrot für 40 – 50 Minuten im Ofen. Mache die Stäbchenprobe, um zu sehen, ob dein Bananenbrot schon fertig ist oder nicht. Steche dazu mit einem Holzspiess oder einer Stricknadel in die dickste Stelle des Cakes. Kommt der Spiess sauber wieder raus, ohne dass Teig daran kleben bleibt, dann ist dein Kuchen gar.

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Ich bestreiche mein Bananenbrot gerne mit Tahini. Lecker! Auch Mandelmus oder Erdnussbutter kann man probieren. Mjam.

Mein erstes Sauerteigbrot! Und so könnt ihr’s nachmachen.

Ich bin schon lange um Sauerteig herumgeschlichen. Aber lange habe ich mich nicht an ihn herangetraut. Zu aufwändig und zu zeitintensiv, habe ich mir gedacht. Nun ja, der Sauerteig braucht Zeit, aber mehr passive Wartezeit. Zu tun hast du damit nicht wirklich viel. Zwischendurch ein wenig füttern, umrühren und zum Schluss kneten. Das war’s schon.

Sauerteigrezepte und Anleitungen gibt es im Internet wie Sand am Meer. Ich habe mich durch Etliche durchgelesen. Am übersichtlichsten fand ich die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Ylva von Der Klang von Zuckerwatte. Also habe ich damit begonnen mein Anstellgut nach ihrer Anleitung zu züchten. Naja, zumindest so ungefähr nach Rezept. Ich wäre ja nicht ich, wenn ich Anleitungen genauestens befolgen würde.
Ylva hat mit Roggenmehl gearbeitet. Das hatte ich aber gerade nicht zur Hand. Bei mir wurde also aus einem Roggenbrot ein Brot aus Weizenmehlgemisch. Ich habe mit Halbweissmehl und Ruchmehl gearbeitet.

Zutaten:

  • 465 g Halbweissmehl & 5 EL
  • 200g Ruchmehl
  • Wasser
  • 1 EL Salz

Zudem brauchst du:

  • Ein Einmachglas (ich arbeite mit einem Weckglas)
  • Gärkörbchen
  • Gusseisentopf mit Deckel (meiner ist von Le Creuset)
  • Küchenmaschine zum Kneten (z.B. Kitchen Aid) Von Hand geht’s auch, ist aber sicherlich anstrengender.

So geht’s:

Anstellgut

Tag 1: Achte darauf, dass dein Einmachglas sehr sauber und frei von Waschmittelrückständen ist.
Gib nun 1 EL Halbweissmehl und 2 EL handwarmes Wasser in dein Einmachglas und verrühre beide Zutaten gut miteinander. Nun habe ich den Deckel und die Gummidichtung meines Weckglases lose, ohne die Klammern zu benutzen, auf das Glas gesetzt und an einen Platz gestellt, wo es gemütlich warm und ruhig ist. Das war’s schon für den ersten Tag.

Tag 2: Dein Anstellgut hat Hunger. Füttere es mit einem weiteren EL Halbweissmehl und 2 EL handwarmen Wasser. Verrühren und wieder lose abgedeckt zurück an seinen Platz stellen.

Tag 3: Mein Gemisch hat nun erste Blasen geschlagen. Zudem riecht es meiner Meinung nach nach Schweissfüssen und Hefe. Ein, hmmm, sagen wir mal interessanter Duft. Solange sich aber kein Schimmel bildet und nichts faulig riecht, ist alles in Ordnung. Das muss so. Wir füttern unser Anstellgut mit einem weiteren EL Halbweissmehl und 2 EL Wasser. Abdecken und warten.

Tag 4: Das Gemisch lebt und blubbert fröhlich vor sich hin. Es kann sein, dass sich das Mehl ein bisschen abgesetzt hat und unten liegt, während das Wasser oben aufschwimmt. Nicht weiter schlimm. Verrühren und mit einem weiteren EL Halbweissmehl und 2 EL Wasser füttern. Abdecken und Geduld haben.

Tag 5: So, fast hast du es geschafft. Der Teig ist gewachsen und sollte immer noch blubbern. Heute gibt es nur noch
1 EL Halbweissmehl. Verrühren und nochmals abgedeckt stehenlassen.

Tag 6: Du hast es geschafft. Dein Anstellgut ist fertig und kann nun verwendet werden. Falls du gerade keine Zeit zum Backen hast, lagerst du dein Anstellgut bis zu seiner Verwendung zugedeckt im Kühlschrank. Ich habe mein Weckglas zur Lagerung im Kühlschrank richtig mit Klammern und Gummidichtung verschlossen.

Das Brot

Bist du nun bereit mit deinem Anstellgut das erste Brot zu backen? Legen wir los!

Stelle eine Schüssel bereit. Ich nehme am liebsten meine Schüssel mit dem passenden Deckel, da der Teig später zugedeckt ruhen muss. So spare ich an unnötigem Müll.
In deiner Schüssel verrührst du mit einem Löffel:

  • 20 g von deinem Anstellgut
  • 200 g Halbweissmehl
  • 200 ml Wasser

Deckel auf die Schüssel und bei Zimmertemperatur ungefähr 20 Stunden ruhen lassen.
Et voilà, dein Sauerteig ist geboren!

Damit dir dein Anstellgut nie mehr ausgeht, kannst du vom Sauerteig ein EL wegnehmen und in dein Anstellgut einrühren. Das Anstellgut reicht nun wieder für mindestens ein neues Brot und kommt zurück in den Kühlschrank bis zum nächsten Einsatz.

Nach 20 Stunden Geduldsprobe geht es weiter mit deinem Brot.
Gebe zu deinem Sauerteig weitere

  • 265 g Halbweissmehl
  • 200 g Ruchmehl
  • 1 EL Salz
  • 230 ml Wasser.

Der Teig ist nun klebrig und irgendwie zäh. Ich lasse also meine KitchenAid die Arbeit machen und knete den Teig für etwa 10 Minuten in der Maschine bis eine geschmeidige Teigkugel entsteht. Schüssel abdecken und Teig für 45 Minuten ruhen lassen.

Nach 45 Minuten knetest du deinen Teig erneut durch, deckst ihn wieder ab und gönnst ihm weitere 45 Minuten Ruhe.

Nun wird es Zeit dein Gärkörbchen einzumehlen. Meines ist rund und ich habe es hier gekauft. Forme deinen Teig zu einer Kugel, gebe ihn in dein Gärkörbchen und decke das Ganze wieder zu. Du brauchst nun weitere 45 Minuten Geduld.

Etwa 15 Minuten vor Ablauf der letzten Gehzeit heize ich meinen Ofen sowie den Gusseisentopf auf. Dazu den Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen und den Gusseisentopf in den Ofen schieben, damit dieser ebenfalls schon heiss ist.

Sind die 45 Minuten im Ruhezeit im Gärkörbchen um und sind dein Ofen sowie der Gusseisentopf heiss? Gut!
Gebe deinen Teig in den Gusseisentopf (vorsichtig, sehr heiss!) und setzte den Deckel drauf. Der Topf kommt zusammen mit seinem wertvollen Inhalt schnell zurück in den Ofen. Setze deinen Timer auf 30 Minuten. Nach 30 Minuten erst nimmst du den Deckel des Topfes ab und bäckst dein Brot im Topf ohne Deckel für weitere 10 Minuten. So wird die Krume schön goldbraun und knusprig.

Nun brauchst du ein letztes Mal Geduld. Brot sollte vor dem Anschneiden auskühlen. Aber wer kann schon dem unwiderstehlichen Duft widerstehen?

Guten Appetit!

Sauerteig

Homemade Mezze

Ich liebe Essen aus dem arabischen Raum – ob libanesisch, marokkanisch, türkisch, und und und, ich nehme alles. Und das Beste daran sind die Mezze. Ich mag das sehr, dass man sich diverse kleine Speisen bestellen kann und dann von allem ein bisschen probieren kann. Hier in Zürich gehe ich am liebsten ins libanesische Moudis Bar und Restaurant. Abgesehen davon, dass das Essen super lecker ist, ist auch das Team unkompliziert und nett und die Stimmung und Atmosphäre locker und entspannt. Mein liebstes Gericht dort ist Mujaddara. Der Einfachheit halber (ich kann’s nicht aussprechen!) nennen meine Schwester und ich es einfach „Matsch Matsch“. Mujaddara ist eigentlich ein sehr simples Gericht. Linsen, Reis, Zwiebeln und Gewürze. Trotz seiner Einfachheit liebe ich es. Und was könnte dazu besser schmecken als mein liebstes Gemüse?! Auberginen, im Ofen geröstet und dazu ein Joghurt-Tahini Dil. Yummy!

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Zutaten:

Mujaddara:

  • 3/4 cup braune Linsen
  • 1 cup Vollkornreis (über Nacht eingeweicht)
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • Röstzwiebeln nach Bedarf

Ofengeröstete Auberginen:

  • 1 Aubergine
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Zatar (orientalische Gewürzmischung zum Beispiel von hier)
  • Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und Kreuzkümmel zum Abschmecken

Joghurt-Tahini-Dip:

  • 1 Becher Sojajoghurt Natur ohne Zucker
  • 1 EL Tahini
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Dattel- oder Ahornsirup
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So geht’s:

Mujaddara:
Vollkornreis über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Einweichwasser wegschütten und den Reis abbrausen. Den Reis und die Linsen zusammen in einen Topf geben und mit vier Becher Wasser auffüllen. Das Wasser zum Kochen bringen, dann leicht salzen und die Hitze reduzieren. Den Reis und die Linsen unter gelegentlichem Umrühren zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen bis das Wasser aufgesogen wurde. Das hat bei mir knapp 40 Minuten gedauert.
In der Zwischenzeit eine Zwiebel kleinschneiden und zur Seite stellen. Wenn die Reis-Linsenmischung gar ist, die kleingehackte Zwiebel in einer Bratpfanne im Olivenöl langsam glasig braten. Dann die Reis-Linsemischung zugeben und alles gut verrühren. Mit Kreuzkümmel, Salz, Paprika und Pfeffer würzen und abschmecken. Zum Servieren in eine Schale umfüllen und mit Röstzwiebeln bestreuen.

Geröstete Auberginen:
Den Backofen auf 220°C vorheizen. Aubergine gut waschen und in gleichmässig grosse Würfel schneiden. In einer Auflaufform mit Olivenöl beträufeln. Mit Zatar, Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und Kreuzkümmel würzen. Auberginenwürfel gut in der Auflaufform vermengen, so dass die Würfel gleichmässig mit Olivenöl und Gewürzen überzogen sind. Für etwa 30 Minuten im Ofen backen. Zwischendurch Auberginenwürfel wenden.

Joghurt-Tahini-Dip:
Während die Auberginenwürfel im Ofen rösten, kann der Dip angerührt werden. Dazu einfach alle Zutaten gut miteinander verrühren, abschmecken und zum durchziehen und den Kühlschrank stellen bis der Rest fertig ist.

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Mmmmh, Bagels!

Ich liebe Bagels! Mein Mann liebt sie. Die ganze Familie mag sie wirklich gerne! Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und traue mich zu sagen: Jeder mag Bagels!

Bagels gehören für mich zu einem New York Besuch einfach dazu. Aber nach New York komme ich leider nicht allzu oft. Und ich mag Bagels viel zu gerne, um sie nur in New York zu essen. Vor Jahren habe ich das erste Mal selber welche gebacken. In meiner Erinnerung war die Herstellung ziemlich aufwändig und das Resultat ein bisschen trocken. Daher habe ich zwischendurch Aufback-Bagels gekauft, die natürlich nicht mit einem echten New Yorker Bagel zu vergleichen sind. Aber besser als gar keine Bagels sind sie allemal.

Nun, Jahre später, mit mehr Backerfahrung und einem viel besseren Ofen, habe ich mich aber nochmals an die Herstellung gewagt und siehe da, sie sind gelungen. Ich habe mich dabei am Rezept von Christine orientiert, aber wie immer ein paar Änderungen vorgenommen.

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Zutaten:

  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 500 g Halbweissmehl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 EL Salz
  • ca. 250 ml Wasser
  • 3 EL geschmacksneutrale Öl oder Margarine geschmolzen
  • Wer will: Samen, Kerne, Nüsse, Kräuter oder Käse zum Bestreuen

So geht’s:

  1. Alle Zutaten bis und mit Öl in einer Schüssel miteinander vermengen. So lange kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. ist der Teig zu feucht, gib noch ein bisschen Mehl dazu, ist es zu trocken, nimm noch ein bisschen Wasser.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und diesen zugedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten ruhen lassen.
  3. Der Teig sollte sich nun etwa in seiner Grösse verdoppelt haben. Nun den Teig zu zehn gleich grossen Kugeln formen und nochmals 15 Minuten ruhen lassen.
  4. In der Zwischenzeit kannst du einen grossen Topf Salzwasser zum Sieden bringen. Wenn du einen herkömmlichen Backofen besitzt, würde ich diesen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
    Ich besitze einen Kombi-Steamer von VZug. Mit der Funktion „Profi Backen“ muss der Ofen nicht vorgeheizt werden, sondern das Backgut kann direkt eingeschoben werden, das Gerät übernimmt die restliche Arbeit und reguliert die Temperatur und Feuchtigkeit von alleine.
  5. Nachdem die Teigkugeln 15 Minuten gegangen sind, mit den Fingern in der Mitte der Kugeln ein Loch formen.
  6. Dann die Bagels für zwei Minuten ins siedende Salzwasser geben. Nach einer Minute die Bagels wenden. Nicht alle Bagels aufs Mal in den Topf geben. Sie gehen im Wasser noch etwas auf, dann wird es zu eng. Lieber in Etappen arbeiten.
  7. Die Bagels aus dem Wasser nehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  8. Wer will kann nun die noch feuchten Bagels mit Samen, Körnern, Nüssen, etc. bestreuen. Ich habe die Hälfte mit Sesamsamen bestreut, die anderen habe ich „plain“ gelassen, wie der Amerikaner so schön sagt.
  9. Die Bagels im Ofen etwa 20-25 Minuten backen. Falls die Bagels im herkömmlichen Ofen gebacken werden, lohnt es sich eine feuerfeste Schale mit ein bisschen Wasser gefüllt in den Ofen zu stellen. So wird während des Backvorgangs Feuchtigkeit abgegeben und die Bagels trocknen nicht so schnell aus. Allenfalls muss auch nach etwa 10 Minuten Backzeit die Backofentemperatur auf 200°C runtergeschaltet werden.

Quitten-Gelée

Ich mag den Herbst mit all seinen Farben und den tollen Früchten. Und als eine liebe Kollegin mir passend zur Saison fast zwei Kilogramm Quitten geschenkt hat, wusste ich sofort, was ich damit machen wollte.

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Meine Familie liebt Quitten-Gelée. Ein angebrochenes Glas im Kühlschrank ist schneller leer, als man „Quitten-Gelée“ sagen kann. Nun ist der Vorrat wieder aufgestockt.

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Zutaten:
ca. 2 Kilogramm reife Quitten
2:1 Gelierzucker
1 TL Bourbon Vanille gemahlen

So geht’s:

Quitten gut waschen und mit dem Daumen oder einem Lappen den Flaum abreiben.
Die Quitten je nach Grösse ungeschält mit Kerngehäuse vierteln oder achteln und in eine Pfanne geben.
Die Quitten knapp mit Wasser bedecken und etwa 45 Minuten garen. Die Frachtstücke sollten nun weich sein.
Die  Quitten in der Pfanne mit dem Wasser zugedeckt für mindestens 24 Stunden stehen lassen.
Die Quitten-Wasser-Masse durch ein Tuch filtern.
Nun hast du deinen Quittensaft. Messen, wie viel Saft du erhalten hast. Nun kann die Gelierzuckermenge berechnet werden. Ich arbeite immer mit 2:1 Gelierzucker. Dann brauchst du 2 Teile Saft oder Obst und nur einen Teil Zucker. Damit sparst du im Vergleich zum herkömmlichen Gelierzucker eine ganze Menge an Zucker ein.
Den Quittensaft mit dem Gelierzucker und der Vanille in einem Topf aufkochen. Auf der Packungsbeilage meines Gelierzuckers stand, dass man die Masse nur eine Minute kochen lassen müsse. Daran habe ich mich gehalten. Unbedingt aber an die Angaben des Herstellers halten.
Anschliessend den Gelée in heiss ausgespülte Gläser füllen und sofort verschliessen.

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Chocolate Chip Cookies

Ich mag keine Kuhmilch. Bei der Riesenauswahl an pflanzlichen Alternativen ist das heute auch überhaupt kein Problem mehr. Aber am allerbesten schmeckt mir die selbst gemachte Mandelmilch. Die ist ganz leicht herzustellen. Wenn ihr Interesse habt, poste ich auch gerne das Rezept dazu. Der einzige Nachteil beim Herstellen von Mandelmilch ist, dass am Ende immer diese „Mandelpulpe“ übrig bleibt. Die „Mandelpulpe“ erinnert sehr an gemahlene Mandeln, aber einfach leicht feucht. Mich reut es alles einfach wegzuschmeissen. Also habe ich ein Chocolate Chip Cookie Rezept entwickelt, in dem ich meine Mandelmilch-Überreste verwerten kann.

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Zutaten:

1 1/2 cups gemahlene Mandeln oder eben „Mandelpulpe“
1 cup Halbweissmehl
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1 EL Vanilleextrakt
1/2 cup Kokosblütenzucker
1/2 cup Kokosnuss-Öl
1/4 cup Mandelmilch oder andere Pflanzenmilch
1 cup Schokowürfel

So geht’s:

Alle trockenen Zutaten, ausser den Schokowürfel in einer Schüssel vermengen.
In einer kleineren Schüssel die feuchten Zutaten mischen.
Nun die feuchten Zutaten unter die Trockenen heben. Nur solange mischen bis alle trockenen Zutaten feucht sind und sich ein Teig geformt hat. Zum Schluss die Schokowürfel unterheben.

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Aus dem Teig mit den Händen Kugeln formen. Meine hatten circa 3 cm Durchmesser und aufs Backblech legen. Genügend Abstand zwischen den Cookies lassen, da sie beim Backen zerlaufen. Ich habe zwei Bleche gebraucht. Falls du nur ein Blech hast, dann backe lieber in zwei Fuhren.
Ungefähr für 15 Minuten backen bis die Cookies an den Rändern gebräunt sind.
Gut auskühlen lassen. Geniessen!

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